Erdmandeln

Botanik

Obwohl der Name es vermuten lässt, gehören Erdmandeln nicht zu den Rosengewächsen wie der Mandelbaum. Die bis zu 60 cm hohe krautige Pflanze aus der Familie der Sauergrasgewächse ist mit den einheimischen Riedgräsern verwandt und stammt aus dem Mittelmeergebiet. Die Erdmandel, botanisch Cyperus esculentus, bildet lange, unterirdische Ausläufer mit knolligen Verdickungen. Oberirdisch erinnert ihr Aussehen, durch ihre langen, hellgrünen, parallelnervigen Blätter, an das anderer Gräser. Von Juli bis September erscheinen die weißen Blüten.

Verwendung

In Ägypten und im Nahen Osten wird sie als Nahrungspflanze seit Jahrtausenden angebaut. Im 8. Jh. bringen sie Araber nach Südeuropa, wo sie seitdem auch genutzt wird. In Spanien werden sie Chufa genannt, in Frankreich kennt man sie als Amandes de terre und im englisch-sprachigen Raum heißen sie Tiger Nuts. Verwendet werden die unterirdischen Knollen, deren süßlicher Geschmack an Mandeln erinnert.

Inhaltsstoffe und Produkte

Erdmandeln bestehen zu 30% aus Kohlenhydraten, deren Zuckeranteil von 10% sie auch ihren natursüßen Geschmack verdanken. Ihr Fettgehalt von ca. 25% setzt sich zu einem großen Teil aus ungesättigten Fettsäuren wie Linolsäure zusammen. Neben einem Eiweißanteil von 7% enthalten Erdmandeln viele Vitamine wie Biotin, Vitamin E und C sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Eisen, Magnesium und Zink. Der hohe Schalenanteil macht sie zudem ballaststoffreich.
Erdmandeln kann man frisch als Gemüse verwenden. Eher typisch ist allerdings die Verwendung als gerösteter, nussartiger Snack, z.B. in Form von Knabber-Chips. Verarbeitet zu Mus sind sie ein leckerer Brotaufstrich. Man kann sie ebenfalls zu Mehl verarbeiten, das Dank Gluten- und Lactosefreiheit Allergikern gute Verwendungsmöglichkeiten bietet.

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