Richtige Sitzpositon als Präventionsmaßnahme

17 Millionen Deutsche verbringen ihren Arbeitstag überwiegend am Schreibtisch. Aufgerechnet auf das gesamte Berufsleben verbringt jeder von ihnen im Schnitt 80.000 Arbeitsstunden seines Lebens im Sitzen. Nicht einmal nach der Arbeit ist dann Schluss mit der Bewegungslosigkeit, sondern viele verbringen sogar auch noch ihren Feierabend und einen großen Teil der Freizeit im Sitzen vor dem Fernseher, dem Computer oder mit der Familie beim gemütlichen Abendessen. Auf diese Weise kommen am Tag locker 14 Stunden zusammen, die der Durchschnittsdeutsche sitzend verbringt. Derartig langes Verharren in der Sitzposition ist bei weitem nicht unbelastend für die Gesundheit. Kopf- und Rückschmerzen sind nur zwei der vielen möglichen Gesundheitsschäden, die durch das Dauersitzen ausgelöst werden können.

Die Volkskrankheit Nummer eins

Der menschliche Körper ist eigentlich für Bewegung geschaffen. Wer täglich viele Stunden im Schreibtischsessel verbringt, kann über lange Sicht Probleme mit seiner Wirbelsäule und mit dem Kreislauf bekommen.

Rückenbeschwerden sind in Deutschland inzwischen zur Volkskrankheit Nummer eins geworden: Rund 80 Prozent der Bundesbürger haben zumindest gelegentlich Rückenschmerzen. Und die häufigste Ursache für Schmerzen und Verspannungen im Rückenbereich liegt genau in diesem täglichen dauerhaften Sitzen begründet. Durch das stundenlange Verharren in der Sitzposition wird der Stütz- und Bewegungsapparat des menschlichen Körpers einseitig belastet und in den letzten Jahren hat das Arbeiten in einer derartig starren Position immer weiter reichende Verbreitung gefunden, so dass die Rückenbeschwerden weite Teile der Bevölkerung im wahrsten Sinne des Wortes belasten.

Ergonomisches Sitzen schont Wirbelsäule

Mit bestimmten Maßnahmen können die durch langes Sitzen hervorgerufenen Beschwerden gelindert oder gar verhindert werden. Zum Beispiel kann man der Wibelsäule durch ergonomisches Sitzen einen erheblichen Beitrag der harten Arbeit abnehmen und den Körper dadurch kräftigen. Grundlegend lässt sich das Prinzip des ergonomischen Sitzens in fünf Regeln zusammenfassen.

1. Die Höhe des Bürostuhls und des Schreibtisches sollten so eingestellt sein, dass sich Arme und Beine ungefähr im rechten Winkel befinden. Dies ist für den Sitzenden die natürlichste Sitzposition. Die Füße sollten dabei vollständig den Boden berühren, während die Arme locker auf dem Tisch nebeneinander liegen.

2. Es sollte möglichst die gesamte Sitzfläche des Bürostuhls ausgenutzt werden und idealerweise berühren mindestens 60 Prozent der Oberschenkel die Sitzfläche des Stuhls. Die Rücklehne sollte ebenfalls möglichst breit genutzt werden, einige moderne Modelle von Bürostühlen unterstützen inzwischen sogar eine physiologisch wertvolle Sitzhaltung. Generell sollte man darauf achten, dass der Bürostuhl möglichst optimal auf die individuellen Körpermaße eingestellt ist, so dass die Wirbelsäule im Lendenbereich angemessen unterstützt wird.

3. Bei der Schreibtischarbeit sollte eine aufrechte Sitzposition eingehalten werden. Eine krumme Haltung des Rückens sollte man auf Dauer vermeiden, da sie die Bandscheiben zu stark belastet.

4. Das Sitzen im Büro sollte aktiv und dynamisch sein. Durch das Wechseln zwischen vorgelehnter, gerader und zurückgelehnter Sitzhaltung bleiben die Bandscheiben in Bewegung und schädlicher Bewegungsmangel wird dadurch vermieden. Ein wenig Abwechslung in den starren Bürostuhl-Alltag bringt es zudem, wenn man das Gewicht von einer auf die andere Gesäßhälfte verlagert und gelegentlich ein wenig auf der Sitzfläche herum rutscht. Ein Sitzkissen kann dabei für die nötige Bequemlichkeit sorgen.

5. Die Stützfunktion des benutzen Sitzmöbels kann vorteilhaft für den Rücken genutzt werden. So wirkt es beispielsweise entlastend

Leave a Reply